Fehlersuche leicht gemacht: OBD-2-Fehlerspeicher auslesen

Fehlersuche leicht gemacht: OBD-2-Fehlerspeicher auslesen

(Bild, peoplecreations, www.freepik.com)

Das Auslesen des Fehlerspeichers ist heute einfacher denn je, da es jeder mit einem Diagnosegerät, Laptop oder Smartphone selbst durchführen kann. Doch manchmal ist trotzdem der Gang zur Werkstatt unumgänglich.

Moderne Fahrzeuge sind mit einer Vielzahl von Technologien ausgestattet. Wenn eine Störung im Bereich der Elektronik, Mechanik oder Sensorik auftritt, speichert das Fahrzeug diese Informationen im Fehlerspeicher. Durch das Auslesen des Fehlerspeichers können Autobesitzer frühzeitig über Mängel informiert werden und Maßnahmen ergreifen, um Schäden zu verhindern. Wir erklären, wann das Auslesen des Fehlerspeichers empfohlen wird, wie es funktioniert und welche Kosten dabei anfallen können.

Auslesen des Fehlerspeichers

Das Auslesen des Fehlerspeichers eines Autos ist heutzutage keine große Herausforderung mehr, vorausgesetzt das Fahrzeug ist frühestens aus dem Baujahr 2001 (Benziner) bzw. 2004 (Diesel). Seit diesem Zeitraum sind alle Modelle mit einer sogenannten OBD-2-Schnittstelle ausgestattet, was für On-Board-Diagnose steht. Über diese Schnittstelle können vorhandene Defekte erkannt und behoben werden, bevor sie zu großen Problemen führen.

Vor der Einführung des OBD-2-Steckers war es deutlich komplizierter, den Fehlerspeicher auszulesen. Jeder Automobilhersteller verwendete unterschiedliche Anschlüsse und Auswertungsmethoden, was die Diagnose erschwerte. Auch heute müssen Besitzer älterer Fahrzeuge möglicherweise nach Werkstätten suchen, die über die entsprechenden Anschlüsse verfügen.

Wann sollte der Fehlerspeicher ausgelesen werden?

Es gibt keine festgelegten Intervalle für die Fahrzeugdiagnose, aber wenn Kontrollleuchten im Armaturenbrett erscheinen, ist es in jedem Fall ratsam, den Fehlerspeicher auszulesen.

Möglichkeiten zum Auslesen des Fehlerspeichers

Die Fehlerspeicher eines Fahrzeugs können von jeder Werkstatt ausgelesen werden, aber es gibt auch Möglichkeiten, dies ohne Hilfe zu tun. Dies kann entweder über ein Diagnosegerät oder eine App erfolgen. Diese Geräte oder die entsprechenden Apps für Smartphone, Tablet oder Laptop werden mit einem passenden OBD-2-Adapter mit dem Auto verbunden. Anschließend werden die Fehlermeldungen und Codes auf dem Display angezeigt, was es auch Laien ermöglicht, die Elektronik des Fahrzeugs zu überprüfen.

Standort der OBD-2-Schnittstelle

Die Position der OBD-2-Schnittstelle variiert je nach Fahrzeugmodell, befindet sich jedoch häufig in der Nähe des Lenkrads, oft auf der linken Seite. In älteren Fahrzeugen kann die Schnittstelle auch im Kofferraum oder unter der Abdeckung neben der Handbremse zu finden sein. Die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs gibt Auskunft über den genauen Standort.

Interpretation von Fehlercodes

Während das Auslesen des Fehlerspeichers relativ einfach ist, ist die Interpretation der Fehlercodes komplexer. Ein Fehlercode kann verschiedene Ursachen haben, und selbst wenn der Fehler beschrieben wird, ist oft unklar, wie er behoben werden kann. Für eine genaue Diagnose und Reparatur ist der Besuch in einer Werkstatt daher oft unerlässlich.

Kosten und Dauer

Die Kosten für das Auslesen des Fehlerspeichers in einer Werkstatt liegen in der Regel zwischen 25 und 60 Euro, abhängig von der Schwere der Fehler und der damit verbundenen Reparaturkosten. Manchmal bieten Vertragswerkstätten diesen Service auch kostenlos an. Die Dauer für den Prozess beträgt normalerweise zwischen 15 und 30 Minuten.

Selbstständiges Auslesen des Fehlerspeichers mit einem OBD-2-Diagnosegerät ist bereits ab etwa 20 Euro möglich. Es ist jedoch wichtig, auf Qualität zu achten, da extrem günstige Module oft nicht ordnungsgemäß funktionieren. Apps zur Fehlerauslese können in der Regel kostenlos heruntergeladen werden, während der benötigte Bluetooth-OBD-2-Stecker etwa zehn Euro kostet.