Wahrscheinlich haben Sie diese Verkehrsregel falsch gelernt

Wahrscheinlich haben Sie diese Verkehrsregel falsch gelernt

(Bild, John Matychuk, unsplash)

Es gibt bestimmte Verkehrssituationen, die selbst erfahrene Autofahrer ins Schwitzen bringen. Eine davon ist das Linksabbiegen an einer Kreuzung, wenn auch der Gegenverkehr links abbiegen will. Oft herrscht Unsicherheit darüber, ob man sich gegenseitig umfahren oder überholen sollte.

Eindeutige Vorgaben der StVO für Linksabbieger

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) gibt in Paragraph 9 klare Anweisungen zum Verhalten von entgegenkommenden Linksabbiegern. Auch wenn viele Autofahrer dies anders in der Fahrschule gelernt haben könnten, besagt die Regelung, dass entgegenkommende Fahrzeuge, die beide links abbiegen möchten, voreinander abbiegen müssen.

Die genaue Regel

Wenn Fahrzeuge einander entgegenkommen und beide links abbiegen wollen, müssen sie voreinander abbiegen, es sei denn, die Verkehrssituation oder die Beschaffenheit der Kreuzung erfordern, dass sie erst abbiegen, nachdem sie aneinander vorbeigefahren sind.

Sollte die Verkehrslage oder die Gestaltung der Kreuzung es erfordern, muss der Fahrer die Situation richtig einschätzen und darf erst abbiegen, wenn die Fahrzeuge aneinander vorbeigefahren sind.

Historischer Kontext

Ältere Autofahrer erinnern sich vielleicht an andere Anweisungen zum Abbiegen. Vor 1992 war das sogenannte tangentiale Abbiegen – bei dem die Fahrzeuge aneinander vorbeifahren, ohne die Bahnen zu kreuzen – noch nicht in der bundesweiten StVO verankert.

In der alten Bundesrepublik war das Vorbeifahren aneinander üblich, während in der ehemaligen DDR die heutige Regel bereits praktiziert wurde. Diese Regelung, bekannt als Amerikanisches Abbiegen, wurde durch die Präsenz der US-Streitkräfte auch im westlichen Deutschland verbreitet und schließlich übernommen.

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