Die 7 größten Park-Mythen, die jeder Autofahrer kennen sollte

Die 7 größten Park-Mythen, die jeder Autofahrer kennen sollte

(Bild, Mitchell Griest, unsplash)

Kaum ein Bereich im Straßenverkehr ist so von Missverständnissen geprägt wie das Parken und Halten. Während einige Park-Mythen harmlose Irrtümer sind, können andere durch hohe Bußgelder schnell zum Ärgernis werden. Hier sind die sieben größten Park-Mythen im Überblick:

Die Drei-Minuten-Regel

Ein Klassiker unter den Park-Mythen besagt, dass Parken erst nach drei Minuten Haltezeit beginnt. Das ist nicht ganz korrekt. Laut §12 der Straßenverkehrsordnung (StVO) gilt: „Wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, der parkt.“ (§12 Abs. 2 StVO) Das bedeutet, dass bereits das Verlassen des Fahrzeugs als Parken gilt, auch wenn dies weniger als drei Minuten dauert. Wer also kurz aussteigt, um etwas zu erledigen, riskiert ein Bußgeld.

Fahrerhaftung ohne Ausnahme

Im Straßenverkehr haftet in der Regel der Fahrer für Verstöße. Beim Parken kann jedoch auch der Halter belangt werden, wenn der Fahrer nicht ermittelt werden kann (§ 25a StVG). Dieses Prinzip der Halterhaftung ist vielen nicht bekannt und führt zu Missverständnissen.

Kostenloses Kurzparken

Viele glauben, dass blitzschnelles Parken immer kostenlos sei. Tatsächlich gibt es in einigen Städten die sogenannte „Brötchentaste“, die bis zu 15 Minuten kostenloses Parken ermöglicht. Dieses Angebot ist jedoch nicht überall verfügbar. Informieren Sie sich daher, ob Ihre Stadt dies anbietet. Einen Parkschein benötigen Sie jedoch in den meisten Fällen trotzdem.

Pflicht zum Längsparken

Es hält sich der Irrglaube, dass man immer parallel zum Bordstein parken muss. Die StVO schreibt jedoch nur vor, dass der rechte Seitenstreifen zum Parken zu nutzen ist (§ 12 Abs. 4 StVO). Ob längs oder quer geparkt wird, bleibt offen. Queres Parken kann jedoch zur Verkehrsbehinderung führen und wird daher oft sanktioniert. Im Zweifel ist längs parken sicherer.

Parkplatzblockade bei Umzügen

Viele blockieren vor einem Umzug eigenmächtig Parkplätze. Das ist illegal und kann als gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr (§ 315b StGB) bestraft werden. Beantragen Sie stattdessen ein mobiles Halteverbot beim zuständigen Straßenverkehrsamt, um rechtliche Probleme zu vermeiden.

Frauenparkplatz nur für Frauen

Rein rechtlich gibt es keine Verpflichtung, Frauenparkplätze nur für Frauen zu nutzen. Diese Plätze sind ein Angebot, um Frauen mehr Sicherheit zu bieten. Auf privaten Parkplätzen kann der Betreiber jedoch eigene Regeln aufstellen und Männer bitten, den Parkplatz zu räumen oder Hausverbot zu erteilen.

Richtige Einstellung der Parkuhr

Viele Autofahrer stellen die tatsächliche Ankunftszeit auf der Parkuhr ein, was ein Irrtum ist. Die Parkuhr muss auf die nächste halbe Stunde gestellt werden. Wer um 13:17 Uhr parkt, muss die Uhr auf 13:30 Uhr einstellen. Falsches Einstellen der Parkuhr kann ein Bußgeld nach sich ziehen.

Diese Mythen zeigen, dass es wichtig ist, die genauen Regelungen zum Parken zu kennen, um Missverständnisse und Bußgelder zu vermeiden.