Fünf Schritte zur eigenen Ladestation

Fünf Schritte zur eigenen Ladestation

(Bild, chuttersnap, unsplash)

Wer eine Wallbox installieren möchte, sollte sich vorher über einige wichtige Punkte im Klaren sein. Diese fünf Aspekte sind dabei besonders zu beachten:

Der richtige Standort

Die Wallbox kann in der Garage oder unter dem Carport montiert werden. Im Freien sollte das Gerät allerdings höhere Sicherheitsstandards erfüllen. Die IP-Schutzklasse 54 garantiert, dass die Wallbox gegen Staub und Spritzwasser geschützt ist. Auch Vandalismus und mechanische Beschädigungen müssen berücksichtigt werden, wobei ein Stoßfestigkeitsgrad von IK 08 sicherstellt, dass die Wallbox einem Schlag von 5 Joule standhält.

Internetfähigkeit

Obwohl eine Wallbox auch ohne Internetverbindung funktioniert, ist ein guter Internetempfang am Installationsort empfehlenswert. Dies ermöglicht die Einbindung in ein Photovoltaik-Netzwerk, die Nutzung variabler Stromtarife oder die Abrechnung des Energieverbrauchs. Besonders sinnvoll ist dies, wenn der Arbeitgeber die Fahrstromkosten übernimmt. Bei der Verlegung neuer Stromkabel sollte daher ein Leerrohr für ein LAN-Kabel eingeplant werden.

Die passende Wallbox

Der Markt für Wallboxen ist derzeit unübersichtlich. Viele Anbieter konkurrieren um Marktanteile, oft werden identische Geräte unter verschiedenen Namen verkauft. Alle offiziell verkauften Wallboxen müssen gesetzlichen Standards entsprechen, einige Hersteller bieten zusätzliche Zertifikate an. Prüforganisationen wie der TÜV wollen durch das GS-Siegel mehr Transparenz schaffen. Aktuell gibt es jedoch erst ein zertifiziertes Produkt, die Amperfied Connect Series.

Die richtige Stromleitung

Die Installation der Wallbox sollte immer ein Fachmann übernehmen. Dieser kann beurteilen, ob die vorhandene Stromleitung geeignet ist. Der erforderliche Kabelquerschnitt hängt von Faktoren wie Leitungslänge, Umgebungstemperatur und Montageart ab und variiert in der Regel zwischen 2,5 und 10 Quadratmillimeter. Bei der Verlegung neuer Leitungen kann es sinnvoll sein, eine zukunftssichere Lösung wie einen dreiphasigen Anschluss zu wählen, auch wenn das aktuelle Auto nur einphasig lädt.

Anmeldung und Genehmigung

Jede Wallbox mit bis zu 11 kW Leistung muss beim Netzbetreiber gemeldet werden, um Überlastungen durch lokale Lastspitzen zu verhindern. Die Anmeldeverfahren können je nach Region variieren. Bei Ladegeräten mit mehr als 11 kW ist zusätzlich eine Genehmigung erforderlich. Die entsprechenden Unterlagen sind auf den Webseiten der Energieversorger zu finden, meist übernimmt der Elektroinstallateur die Anmeldung.

Durch die Beachtung dieser Punkte lässt sich die Installation einer Wallbox sicher und effizient durchführen.